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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

NABU erfolgreich und einzigartig:

350 Teiche für Niedersachsen - EU Kommission besucht das Projekt LIFE AMPHIKULT 

Hannover, 17. Oktober

Konkrete Maßnahmen für gefährdete Amphibien umsetzen: dieses Ziel verfolgt das Projekt LIFE-AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. 50 Prozent der Projektmittel stammen von der Europäischen Union aus dem Programm LIFE+Nature. Grund genug für die EU-Kommission, den Projektfortschritt aus nächster Nähe zu begutachten. Rosemarie Hingsammer und Brunhilde Rack als Vertreterinnen der EU-Kommission wurden dabei (17. Oktober) von Ruth Brauner vom Büro Astrale GEIE - Particip GmbH begleitet, die im Auftrag der EU-Kommission den Projektträger NABU Niedersachsen betreut.

Am Vormittag stellte Dr. Markus Richter, verantwortlicher Projektmanager beim NABU Niedersachsen, den Vertretern der EU-Kommission, des Bundes- und Landesumweltministeriums, der beteiligten Landkreise sowie den Gebietsbetreuern  und Amphibienexperten den aktuellen Stand des Projektes vor. 

Am Nachmittag werden umgesetzte Maßnahmen im Steinbruch Liekwegen im Landkreis Schaumburg besichtigt. Bereits im Winter 2010/2011 waren hier Entbuschungen durchgeführt und ein Weidezaun errichtet worden, um den Steinbruch als Lebensraum für Amphibien offen zu halten. Im vergangenen Winter wurden nun zahlreiche Kleinstgewässer neu angelegt. Diese meist nur wenige Quadratmeter großen Gewässer dienen besonders der Kreuzkröte als Laichgewässer. Eine im Frühjahr durchgeführte Erfolgskontrolle hat den Erfolg der Maßnahmen eindrucksvoll belegt. Etliche der neuen Gewässer wurden von den Kreuzkröten zur Fortpflanzung angenommen, wobei die Anzahl laichender Kröten deutlich zugenommen hat. Später konnten zahlreiche Jungkröten beobachtet werden. NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann freute sich ganz besonders: „Nicht nur das, mit dem Laubfrosch – dem Froschkönig - konnte nach den Maßnahmen auch ein Rückkehrer im Steinbruch festgestellt werden, nachdem die Art letztmalig in den 1980er Jahren in den Bückebergen nachgewiesen werden konnte.“