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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

Amphibienkartierung belegt Erfolg der Maßnahmen

November 2014

Ergebnisse aus fünf Gebieten

Im Frühjahr 2014 wurde an insgesamt 123 Gewässern, die im Rahmen von LIFE AMPHIKULT neu angelegt oder saniert wurden, eine Kartierung auf Amphibienvorkommen durchgeführt. Die Kartierung dient vorrangig der Erfolgskontrolle der Gewässerbaumaßnahmen. Untersucht wurden zum einen Gewässer, die in den ersten beiden Projektjahren 2010 und 2011 neu angelegt wurden. Hier konnte am ehesten mit einer Besiedlung durch Laub- und Moorfrosch gerechnet werden, die eher Gewässer mit einer gewissen Vegetationsentwicklung besiedeln. Zum anderen wurden in zwei Gebieten die für die Zielart Kreuzkröte frisch angelegten Gewässer untersucht, da diese Art in der Regel sehr schnell neue Gewässer besiedelt. Die nun vorliegenden Ergebnisse der Kartierung, die von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer, dem BUND Diepholzer Moorniederung und dem Naturschutzring Dümmer e.V. durchgeführt wurden, belegen eindrucksvoll den Erfolg der Baumaßnahmen.

Moorfrosch Laich Aschen kleinLaubfroschQuappe klein

Bilder: Laichballen des Moorfroschs im Aschener Moor/Westliche Diepholzer Moorniederung, Foto Frank Körner;Laubfrosch-Kaulquappe aus dem Marler Fladder, Foto: Markus Richter                                                                    

Junge Kreuzkroeten klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Kreuzkröten, Foto: Markus Richter

So konnten am Steinhuder Meer in 24 von 39 untersuchten Gewässern rufende Laubfrösche nachgewiesen werden, insgesamt rund 400 rufende Männchen. Für niedersächsische Verhältnisse ist dies bereits ein großer Bestand. Auch in den Gebieten Sachsenhäger Aueniederung, Marler Fladder und Westliche Diepholzer Moorniederung wurden an etlichen Gewässern Laubfrösche festgestellt, größtenteils gelang dabei auch ein Reproduktionsnachweis.

Moorfrösche wurden ebenfalls in etlichen Gewässern beobachtet, bemerkenswert war dabei der erste Reproduktionsnachweis für diese Art im Marler Fladder sowie die großen Bestände im Bereich Aschener Moor/Lange Lohe (Westliche Diepholzer Moorniederung) mit über 500 Laichballen.

Kreuzkröten konnten in beiden darauf untersuchten Gebieten nachgewiesen werden, in einer ehemaligen Sandgrube bei Vechta wurde auch eine erfolgreiche Reproduktion mit zahlreichen Jungkröten festgestellt.

Die Knoblauchkröte wurde nur an einem Gewässer am Steinhuder Meer gefunden, sie dürfte als schwierig zu erfassende Art aber in den Ergebnissen unterrepräsentiert sein.

Allgemein verbreitete Arten wie Gras- und Teichfrosch, Erdkröte und Teichmolch wurden nicht quantitativ erfasst, sie waren in allen Gebieten aber durchweg weit verbreitet und stellenweise häufig. Erfreulicherweise wurden in 4 Gewässern in zwei Gebieten zudem Kammmolch-Larven gefunden, ohne dass gezielt nach der Art gesucht worden wäre.

Eine Amphibienkartierung der restlichen Gewässer ist für das kommende Frühjahr vorgesehen.

Kammmolch-Larve klein

Kammmolch-Larve aus dem Huntetal (Foto: Markus Richter)