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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

20 neue Gewässer für die Wechselkröte

Oktober 2014

junge Wechselkroete klein

Die Wechselkröte ist die seltenste Amphibienart in Niedersachsen, sie gilt als "vom Aussterben bedroht". Im Rahmen des Projektes AMPHIKULT konnten in den vergangenen Wochen umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Art durchgeführt werden. Am Heerter See in der Stadt Salzgitter, dem westlichsten bekannten Vorkommen der Art in Niedersachsen, wurden im Seeuferbereich sieben neue Laichgewässer angelegt. Bisher stand der Wechselkröte hier nur der See selbst als Laichgewässer zur Verfügung. Der Fischbesatz im See schränkt aber den Fortpflanzungserfolg stark ein. Die neu angelegten Laichgewässer dürften langfristig fischfrei bleiben, da sie keinen Anschluss an den See haben und auch gelegentlich vollständig austrocknen werden.

2014 Heerter See JW

Neues Laichgewässer für die Wechselkröte am Heerter See

Im Tagebau Treue im Landkreis Helmstedt wurden sechs neue Gewässer angelegt, vier vorhandene saniert. Die Fläche wurde freundlicherweise von der Helmstedter Revier GmbH zur Verfügung gestellt. Im Tagebau sind derzeit noch große, offene Flächen vorhanden, die der Wechselkröte als Landlebensraum dienen können. Jetzt ist auch der Mangel an geeigneten Laichgewässern behoben.

Akt 2014 Okt Tagebau Treue JW

Baggerarbeiten im Tagebau Treue

 Akt 2014 Sept TagebauTreueRW

von links: Reinhard Wagner (NABU Helmstedt), Ewald Löwe (Helmstedter Revier GmbH), Dr. Markus Richter und

Jennifer Wimmer (NABU Niedersachsen)

In einem ehemaligen Steinbruch im Umfeld des Heesebergs, ebenfalls im Landkreis Helmstedt, wurden weitere drei Gewässer angelegt. Hier wurden seit einigen Jahren zwar keine Wechselkröten nachgewiesen, geeignete Laichgewässer waren nicht mehr vorhanden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass nach der Wiederherstellung der Gewässer die Art aus anderen Vorkommen zuwandert.