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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

NABU Kreisverband Diepholz begutachtet AMPHIKULT Gewässer

Juni 2012

 

Foto: Dr. Markus Richter (l.) und Bernd Averbeck (4. v. r.) mit Vertretern des NABU Kreisverbandes

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Beeindruckt zeigten sich die Vertreter des NABU Kreisverbands Diepholz von den zahlreichen neuen Amphibienlaichgewässern, die in den letzten beiden Jahren im Rahmen des Projektes LIFE AMPHIKULT entstanden sind.  Unter Leitung von Dr. Markus Richter, Projektmanager beim NABU Landesverband, wurden zwei Maßnahmengebiete im Bereich Aschen besichtigt. Hier wurden bisher 18 neue Laichwässer für Laub- und Moorfrosch angelegt oder saniert. In diesem Frühjahr nutzen bereits die ersten Moorfrösche die neuen Gewässer zur Laichablage.

Bernd Averbeck vom NABU Dümmer erläuterte dabei die Pflege der Maßnahmenflächen. „Eine extensive Beweidung mit robusten Weidetieren ist das Mittel der Wahl.“ Bei der maschinellen Pflege der Flächen durch Mahd oder Mulchen würden zahlreiche Amphibien durch die Maschinen getötet. Zurück blieben einheitlich kurz gemähte Flächen, die den Fröschen und Kröten keinerlei Schutz vor Witterung und Feinden mehr böten, stelle Averbeck dar. Durch Beweidung entstehe ein Mosaik aus kurzer und höherer Vegetation, direkte Verluste träten praktisch nicht auf. Projektleiter  Richter unterstützt diese Sichtweise: „Wir versuchen auch in allen anderen Projektgebieten möglichst viele der Gewässer auf beweideten Flächen anzulegen. Das hat auch entscheidende Vorteile für langfristige Sicherung der Gewässer“. Häufig siedelten sich an den Ufer der Gewässer Gehölze an, die das Wasser beschatten, üppig wachsende Wasser- und Uferpflanzen können einen Teich in kurzer Zeit völlig überwuchern. Die Gewässer verlieren so ihre Eignung als Laichgewässer, erläuterte Richter.  Hätten die Weidetiere Zutritt  zu den Gewässern, verhindern sie effektiv, schonend und kostengünstig auch die Verbuschung und Verlandung. Dies war an zwei bereits vor etlichen Jahren neu angelegten Gewässern gut zu beobachten. Entscheidend für den Erfolg seien eine angepasste Anzahl an Weidetieren und vor allem eine gute Kooperation mit den Tierhaltern, ergänzte Averbeck. Die Vertreter des NABU Kreisverbandes waren angetan von den bisherigen Erfolgen dieses Konzeptes, die auch an den zahlreichen bunt blühenden Wiesenpflanzen  abzulesen sind, die auf die Weideflächen zurückgekehrt sind.

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