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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

Erfolgskontrolle an den neuen AMPHIKULT Gewässern

April 2014

Kartierungen haben begonnen

2014 Akt Laubi Lange Lohe klein
Erste Laubfrösche rufen an den neuen AMPHIKULT Gewässern

Insgesamt 173 Kleingewässer wurden in den vergangenen vier Jahren im Rahmen des Projektes LIFE AMPHIKULT neu angelegt und saniert. Ziel dieser Maßnahmen ist die Stärkung und Vernetzung der Amphibienpopulationen in den jeweiligen Projektgebieten. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird soll die aktuell laufende Erfolgskontrolle zeigen. An insgesamt 109 Gewässern in fünf Gebieten werden durch drei externe Gutachterbüros die Vorkommen der Zielarten erfasst. Erste vorläufige Ergebnisse belegen bereits den Erfolg der Maßnahmen. So wurden im Bereich Aschener Moor und Lange Lohe (Gebiet Westliche Diepholzer Moorniederung und Huntetal) an 15 von 18 untersuchten Gewässern Moorfrösche festgestellt. Insgesamt über 100 Tiere wurden gezählt, diese hatten bereits über 500 Laichballen abgelegt. Damit hat sich der Moorfroschbestand im Aschener Moor etwa vervierfacht.

2014 Akt Ruf Moorfroesche Aschen kl
Rufende Moorfrösche im Aschener Moor

Durch die warme Witterung der letzten Wochen haben auch spät laichende Amphibienarten schon die Gewässer aufgesucht. Rufende Laubfrösche wurden in mehreren Gebieten festgestellt, auch einzelne Knoblauchkröten wurden angetroffen. In einer Sandgrube bei Vechta, in der erst vor kurzem Gewässer neu angelegt wurden, hatten die Kreuzkröten bereits eine erste Laichschnur abgelegt. Neben den Zielarten werden die Gewässer auch von häufigen Amphibienarten angenommen. An den genannten 18 Gewässern wurden so auch über 500 Erdkröten festgestellt.

 2014 Akt Kreuzkroete Tonnenmoor klein
 Kreuzkröte

In den kommenden Wochen wird im Rahmen der Erfolgskontrolle auch der Reproduktionserfolg der Zielarten überprüft werden. Zudem ist eine strukturelle Kartierung aller Gewässer vorgesehen. Die Erfassungen an den restlichen Gewässern des Projektes werden dann im nächsten Frühjahr erfolgen.