nab20b.jpg

koenig
LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

NAB 20 Heerter See

Das Gebiet liegt in der naturräumlichen Region Börden im Naturraum Ostbraunschweigisches Hügelland (atlantische Region) in der Stadt Salzgitter. Der Heerter See wurde als „Klärteich III" in den 1950er Jahren durch Bau einer Verwallung künstlich angelegt, um das Wasser der Eisenerzwäsche aufzunehmen. Es entstand ein stark salzhaltiger, nährstoffarmer See von bis zu 160 ha Wasserfläche und etwa 3 m Tiefe, umgeben von ausgedehnten, vegetationslosen Schlammflächen. Seit Beendigung der Nutzung 1976 werden die Schlammflächen zunehmend von großflächigen Schilfröhrichten besiedelt, der Salzgehalt des Wassers geht kontinuierlich zurück. Auf den höhergelegenen Bereichen haben sich Landreitgras und Gehölze ausgebreitet. Das Gebiet hat Bedeutung als Brutplatz für Röhricht- und Wasservögel, als Rastplatz für Watvögel und dient zudem verschiedenen Greifvogelarten als Nahrungsgebiet. Bedeutend sind auch die Vorkommen von Salzpflanzen weit im Binnenland, sowie seltener Pflanzenarten der Magerrasen. Das Gebiet befindet sich im Eigentum der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

Im Gebiet findet sich das westlichste aktuelle Vorkommen der Wechselkröte in Niedersachsen. Das Vorkommen ist weitgehend isoliert und hat daher eine hohe Bedeutung für den Erhalt des Verbreitungsgebiets der Art. Die Wechselkörte nutzt die Seeuferbereiche zum Ablaichen. In den letzten Jahren wurden meist weniger als 10 rufende Männchen festgestellt.

Gebietsgröße: 272 ha