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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

NAB 11 Dümmer

Der Dümmer ist mit etwa 1.300 ha der zweitgrößte See in Nordwestdeutschland. Als eutropher Flachsee ist er von einer ausgedehnten Verlandungszone umgeben. Daran schließen sich großflächige Niedermoore an, die durch Verlandung des ehemals deutlich größeren Sees entstanden sind. Schon seit dem Mittelalter, verstärkt aber seit der Eindeichung des Sees 1953 wurde die Niederung entwässert und die landwirtschaftliche Nutzung intensiviert. Seit 1987 wurden in großem Umfang Flächen angekauft, um die ursprüngliche Feuchtwiesenlandschaft mit hohen Wasserständen, regelmäßigen Überflutungen und einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung wieder herzustellen.

Die Dümmerniederung ist heute eines der bedeutendsten Gebiete für den Naturschutz in Niedersachsen und darüber hinaus. Es ist als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung gemeldet und dient zahlreichen Wasservogelarten als Rast- und Überwinterungsgebiet. Der See und die angrenzenden Feuchtwiesen sind national bedeutende Brutplätze für Vogelarten der Verlandungszone und der Feuchtwiesen. Das Gebiet ist als EU-Vogelschutzgebiet, Teilbereiche auch als FFH-Gebiet gemeldet. Die Umsetzung der umfangreichen Naturschutzmaßnahmen erfolgte u.a. durch zwei LIFE-Projekte der Europäischen Union.

Der Moorfrosch bildet vor allem in den Verlandungsbereichen größere Bestände, auch der Kleine Wasserfrosch kommt vor. Der Laubfrosch ist im Jahr 2009 erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder nachgewiesen worden. Seine dauerhafte Etablierung im Gebiet sowie eine Ausbreitung von Moorfrosch und Kleinem Wasserfrosch nach Norden sollen innerhalb des Projektes erreicht werden.

Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, wie mehrere Aussichtstürme und Natur-Erlebnispfade im Gebiet.

Gebietsgröße: 4.630 ha

Ansprechpartner vor Ort: Naturschutzring Dümmer e.V.

Link: Naturschutzring Dümmer, LIFE-Dümmer