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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

NAB 1 Steinbruch Liekwegen

Das Gebiet liegt am nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge, direkt angrenzend an die Bördenregion. Das anstehende Gestein besteht in erster Linie aus Sandstein, teilweise Tonschiefer und Steinkohle und ist von einer Mergel- und Lößlehmschicht bedeckt. Das Gebiet und seine Umgebung sind seit Jahrhunderten von Boden- und Rohstoffabbau geprägt. Der Abbaubetrieb in diesem Steinbruch wurde erst im Jahr 2006 beendet. Er enthält Ruderalvegetation, teilweise zuwachsende Rohböden und Rohbodentümpel sowie verschiedene Sukzessionsstadien und Felsgesellschaften. Ein Naturerlebnispfad, der teilweise mit Mitteln der EU aus dem EFRE-Programm finanziert wurde, erschließt das Gebiet.
Durch die enge Verzahnung unterschiedlichster Sukzessionsstadien und Bodentypen weist der Steinbruch Liekwegen eine hohe Artenvielfalt auf. Unter den Amphibien sind vor allem die Vorkommen der Gelbbauchunke und der Kreuzkröte von Bedeutung. Während die Bestandsentwicklung der erstgenannten Art deutlich positiv verläuft, sind für die Kreuzkröte zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Geplant ist die Anlage von ca. 100 Kleinstgewässern, die Schaffung von Rohböden sowie die Errichtung eines Weidezauns, um dem Fortschreiten der Sukzession durch Beweidung entgegen zuwirken.

Gebietsgröße: 22 ha

Ansprechpartner vor Ort: NABU Schaumburg

Link: NABU Schaumburg