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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

Moorfrosch

(Rana arvalis)

Der Moorfrosch ähnelt sehr dem noch weit verbreiteten Grasfrosch. Sichere Unterscheidungsmerkmale sind der blubbernde Ruf der Männchen und ihre blaue Färbung zur Fortpflanzungszeit.

Moorfrösche besiedeln verschiedene Lebensräume mit hohem Grundwasserstand wie Bruchwälder, Feuchtwiesen, Verlandungszonen größerer Gewässer und Hochmoore. Zur Fortpflanzung suchen sie meist flache, sich rasch erwärmende Gewässer auf, die aber ausreichend lange Wasser führen müssen, damit die Entwicklung der Kaulquappen abgeschlossen werden kann.

Hohe Säuregehalte, wie sie in Gewässern in Hochmooren auftreten können, führen zu einer Verpilzung des Laichs, der daraufhin abstirbt. Bei der Mahd von Feuchtwiesen können hohe Verluste durch die Mähmaschinen auftreten, günstiger für den Moorfrosch ist eine extensive Beweidung. Schutzmaßnahmen müssen daher auf die Schaffung flacher Gewässer, die Sicherung oder Wiederherstellung hoher Grundwasserstände sowie eine schonende Nutzung der Landlebensräume abzielen.