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koenig
LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

Kreuzkröte

(Bufo calamita)

Mit ihrer warzigen Haut, den waagrechten Pupillen und den wulstigen Drüsen hinter den Augen zeigt die Kreuzkröte die typischen Kennzeichen einer Echten Kröte. Von der viel häufigeren Erdkröte ist sie leicht durch die helle Rückenlinie und ihre auf allen Vieren laufende Fortbewegung zu unterscheiden. Auch die sehr lauten Rufe der Männchen sind charakteristisch.


Die Kreuzkröte wird heute fast nur noch in Sandgruben oder Steinbrüchen gefunden. Hier findet sie ihre wichtigsten Lebensraumkomponenten: Unbewachsenen Rohboden, wo sie sich leicht eingraben kann oder andere Versteckmöglichkeiten unter Steinen sowie kleine, flache, unbewachsene Gewässer. Diese bilden sich in den Abbaugruben oft in den Fahrspuren der schweren Maschinen. Am Steinhuder Meer laicht die Art aber auch in überschwemmten Wiesen ab. In diesen kurzlebigen Gewässern können sich die Kaulquappen praktisch ohne Feinde oder Konkurrenz entwickeln, oft gelingt die Fortpflanzung aber nicht, da die Gewässer zu schnell austrocknen.


Sowohl die Landlebensräume als auch die Laichgewässer sind nur sehr kurzlebig und werden in der Regel schnell von Vegetation überwachsen. In noch betriebenen Abbaugruben sorgt der Abbaubetrieb für eine regelmäßige Neuentstehung geeigneter Lebensräume. In Schutzgebieten sind entsprechende Pflegemaßnahmen erforderlich, um die Lebensräume der Kreuzkröte zu erhalten.