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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

20 Jahre LIFE- Programm: Amphibienexkursion

Mai 2012

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Laubfrosch                                              Foto: Naturschutzring Dümmer2012_Akt_Laubfrosch_2_Foto_Naturschutzring

 

Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des LIFE-Programms der Europäischen Union veranstaltet der NABU-Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzring Dümmer e.V. am Freitag 25. Mai um 20.30 Uhr eine Amphibienexkursion. Ziel der Exkursion sind unter anderem die im Rahmen des LIFE-Projektes AMPHIKULT neu angelegten Laichgewässer im Naturschutzgebiet Ochsenmoor am Dümmer. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Dümmer, Am Ochsenmoor 52 in 49448 Hüde.

AMPHIKULT als Vorbild

April 2012

Besuch der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz

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Volker Tiemeyer, Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (l) u.Dr. Markus Richter, Projektleiter LIFE+AMPHIKULT

Eine Maßnahmenfläche des Projektes AMPHIKULT besichtigten Vertreter der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz aus Melle im Landkreis Osnabrück. Die Stiftung plant in der Else-Hase-Niederung bei Melle ein Naturschutzprojekt, von dem auch die Amphibien profitieren sollen und nahm das Angebot von Dr. Markus Richter, Projektleiter von AMPHIKULT beim NABU Niedersachsen, zur Besichtigung einer Maßnahmenfläche gerne an.

AMPHIKULT zeigt erste Erfolge

März 2012

Moorfrösche besiedeln neue Teiche

Moorfrösche bei der Paarung

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Seit gut zwei Jahren läuft das Amphibienschutzprojekt LIFE AMPHIKULT des NABU Niedersachsen, jetzt haben sich die ersten Erfolge eingestellt: Zahlreiche Moorfrösche wurden bei der Fortpflanzung an neu angelegten Gewässern beobachtet.
Der Moorfrosch zählt zu den Zielarten des Projektes AMPHIKULT. Er besiedelt Lebensräume mit hohem Grundwasserstand und geht bundesweit seit vielen Jahren stark im Bestand zurück. Die bisher im Rahmen des Projektes neu angelegten etwa 80 Laichgewässer sollen auch dem Moorfrosch zur Fortpflanzung dienen. Bei einer Kontrolle im Naturschutzgebiet Aschener Moor im Landkreis Diepholz konnte Projektleiter Dr. Markus Richter nun feststellen, dass bereits über hundert Moorfrösche zwei  der neuen Gewässer zur Fortpflanzung aufgesucht haben. Die Moorfrosch-Männchen nutzten das  warme und sonnige Wetter, um mit ihren typischen Rufen die Weibchen anzulocken. Dadurch verraten die sonst recht scheuen Tiere ihre Anwesenheit. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in Form von etwa faustgroßen Laichballen ab. Zusammen über hundert Laichballen konnte Richter an verschiedenen Stellen zählen. Damit zählt das Moorfrosch-Vorkommen bereits zu den größeren in der Region.

Hochburg des Laubfrosches

Februar 2012

Bestandserfassung belegt Bedeutung des Landkreises Diepholz für die gefährdete Amphibienart

 

Im Landkreis Diepholz leben an über hundert Gewässern Laubfrösche, damit zählt er zu den Verbreitungsschwerpunkten für diese seltene Amphibienart in Niedersachsen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Bestandserfasssung, die Gunnar Mügge aus Sulingen und Dr. Markus Richter vom Projekt LIFE+ AMPHIKULT des NABU Niedersachsen durchgeführt haben. An zahlreichen lauen Frühlingsnächten der beiden vergangenen Jahre waren die Amphibienexperten im Landkreis und in angrenzenden Bereichen unterwegs, um nach den lauten Rufen der Laubfrosch- Männchen zu horchen. Mit den Rufen versuchen die Männchen Weibchen anzulocken, sie erlauben den Experten aber auch eine Abschätzung, wie viele Frösche an einem Teich vorkommen. Für den ganzen Landkreis sind es etwa 1.100 Laubfrosch- Männchen. Das Erfreuliche dabei: vor zehn Jahren zählten G. Mügge und seine Mitstreiter schon einmal die Laubfrösche im Landkreis und kamen dabei ebenfalls auf etwas über tausend rufende Männchen. Der Laubfroschbestand im Landkreis ist damit über ein Jahrzehnt stabil geblieben. Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis, geht die Art doch im übrigen Mitteleuropa stark im Bestand zurück. Ursache für die erfreuliche Bestandssituation sind die zahlreichen Schutzmaßnahmen für den Laubfrosch und seine Laichgewässer im Landkreis. Bereits seit 1984 kümmert sich die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz um Kleingewässer, entfernt Müll und Schlamm und legt auch immer wieder neue Gewässer an. 

 

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Im Dümmergebiet ist der Naturschutzring Dümmer mit seinem Laubfroschprojekt seit etlichen Jahren aktiv, seit kurzem bemüht sich auch der NABU Niedersachsen in dem von der EU geförderten Projekt LIFE AMPHIKULT um den Schutz des Laubfroschs und anderer Arten. „Für unser Projekt ist die aktuelle Bestandserfassung eine wichtige Planungsgrundlage, für das hohe ehrenamtliche Engagement von Gunnar Mügge bin ich außerordentlich dankbar“ so AMPHIKULT-Projektleiter Richter. Die hohe Qualität der Untersuchung überzeugte auch die Redaktion einer anerkannten Fachzeitschrift, die die Ergebnisse in ihrem nächsten Heft abdrucken wird.

 

 

 Kartierten die Laubfrösche im Landkreis Diepholz: Gunnar Mügge (l.) und Dr. Markus Richter