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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

Hilfe für die Wechselkröte

Juli 2013

 

LIFE AMPHIKULT wird erweitert und verlängert!

 

Die Wechselkröte (Bufo viridis) ist die seltenste Amphibienart in Niedersachsen

 

2013 Akt Wechselkroete klein2

Der Schutz der heimischen Amphibienarten hat beim NABU Niedersachsen einen besonderen Stellenwert. Jetzt nimmt sich der NABU auch dem Schutz der seltensten Amphibienart in Niedersachen, der Wechselkröte an. Möglich wird dies durch eine Erweiterung des Projektes LIFE AMPHIKULT, für die jetzt die Bewilligung durch die EU-Kommission vorliegt. Bereits seit Anfang 2010 werden im Rahmen des Projektes in den fünfzehn Projektgebieten im mittleren Niedersachsen zahlreiche Laichgewässer für gefährdete Amphibienarten neu angelegt oder saniert. Nun kommen fünf weitere Gebiete im Südosten des Landes hinzu. Nur hier, in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sowie der Stadt Salzgitter sind aktuell noch Vorkommen der Wechselkröten bekannt.

 

Kreuzkröten gehen an Land

Juni 2013

 

Gewässeranlagen im Steinbruch Liekwegen zeigen Wirkung

 

Foto: Junge Kreuzkröten (Dr. M. Richter)

2013 Akt Junge Kreuzkroeten. klein

2013 Akt IKreuzkroete GroeVgl klein

Sie sind nur wenige Millimeter groß, dafür aber sehr zahlreich: die ersten jungen Kreuzkröten haben ihre LIFE+ AMPHIKULT- Laichgewässer im Steinbruch Liekwegen verlassen.

 

Im Rahmen der Effizienzkontrolle werden seit April die zahlreichen neu angelegten Kleinstgewässer regelmäßig auf rufende Männchen, Laich und Kaulquappen sowie auf frisch umgewandelte Kreuzkröten kontrolliert. Die ersten Laichschnüre waren Mitte April beobachtet worden, daraus stammen die jetzt beobachteten Jungkröten. Nach den ergiebigen Regenfällen Ende Mai wurde in etlichen Gewässern erneut abgelaicht, derzeit wächst ein zweiter Schub Kaulquappen heran. Die Chancen stehen gut, dass diese Kaulquappen ihre Entwicklung beendet haben, bevor die Laichgewässer austrocknen. Alles deutet auf einen überdurchschnittlich hohen Fortpflanzungserfolg in diesem Jahr hin.

Invasion der Laubfrösche

April 2013

 

Erste sichtbare Erfolge am Steinhuder Meer

 

2013 Akt LaubfroescheM Richter klein

Am Steinhuder Meer wurden in den Jahren 2010 bis 2012 im Rahmen von LIFE AMPHIKULT insgesamt 36 Amphibiengewässer neu angelegt. Zusammen mit weiteren Gewässern, die unter Federführung der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Kooperation mit verschiedenen Partnern angelegt wurden, stehen den Amphibien hier etwa 140 Gewässer zur Fortpflanzung zur Verfügung. Wie sich diese hohe Anzahl an Gewässern auf den Bestand der Arten auswirkt, zeigt eindrucksvoll eine aktuelle Erfassung von Matthias Herold, der im Rahmen seiner Bachelorarbeit den aktuellen Bestand des Laubfroschs am Steinhuder Meer ermittelt.

 

Mit Unterstützung von Thomas Brandt (ÖSSM) konnte er über 1.800 rufende Laubfrosch-Männchen zählen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich damit der Bestand etwa verdreifacht. Von den AMPHIKULT-Gewässern waren zehn mit rufenden Laubfröschen besetzt, eines mit 30 rufenden Männchen. „Gewöhnlich dauert es drei bis vier Jahre bis sich in einem neu angelegten Gewässern die passenden Vegetationsstrukturen ausgebildet haben, damit sich Laubfrösche zur Fortpflanzung ansiedeln. Es kann aber auch schneller gehen, wie das AMPHIKULT-Gewässer mit den 30 Rufern zeigt, es wurde erst im letzten Herbst fertiggestellt“ erläutert Thomas Brandt.

 

Arbeitsgruppe tagte in Bückeburg

Teiche in der Bückeburger Niederung begutachtet

April 2013

2013 Akt AG Bueckeburg NABU

Anlässlich des Treffens der projektbegleitenden Arbeitsgruppe des NABU-Projekts LIFE AMPHIKULT wurden die im letzten Herbst neu angelegten Amphibiengewässer in der Bückeburger Niederung besichtigt. Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig, um einen intensiven Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten sowie eine hohe fachliche Qualität der durchzuführenden Maßnahmen sicherzustellen. Teilnehmer sind Vertreter der beteiligten Unteren Naturschutzbehörden, der Landkreise, der Fachbehörde für Naturschutz im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, des Niedersächsischen Umweltministeriums, des NABU sowie Amphibienexperten aus Niedersachsen.

Bild: Thomas Brandt von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer und Bauleiter des NABU
erläutert die in der Bückeburger Niederung durchgeführten Gewässerbaumaßnahmen.

2013 Akt AG TN Bueckeburg klein

Erfahrungsaustausch über die Anlage von Kleinstgewässern

Januar 2013

Gemeinsame Veranstaltung mit NABU- Gelbbauchunkenprojekt

Foto: NABU Niedersachsen

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Die Anlage von Rohbodenflächen und Kleinstgewässern stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung von LIFE AMPHIKULT und des BPBV-Projekts Gelbbauchunke. Das Projekt „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“, das der NABU Niedersachsen im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durchführt, hatte seine Projektpartner aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen zum Erfahrungsaustausch in das Natur- und Umweltschutzzentrum nach Rinteln eingeladen.