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LFA für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

LIFE AMPHIKULT 350 Teiche für Niedersachsen

Herzlich willkommen auf der Internetseite des LIFE-Projektes AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. Hier finden Sie Informationen zu Hintergründen und Maßnahmen des Projektes sowie aktuelle Meldungen.

Ankündigung Seminar

Seminar 'Anlage und Pflege von Amphibienlaichgewässern' am Samstag 12. Juli 2014

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Januar 2014

Der NABU Niedersachsen bietet im Rahmen des Projektes LIFE AMPHIKULT ein Seminar zum Thema 'Anlage und Pflege von Amphibienlaichgewässern' an. Das Seminar, das in Kooperation mit dem Landesfachausschuss für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik sowie den Naturschutzring Dümmer e.V. durchgeführt wird, richtet sich vor allem an Ehrenamtliche.

Es findet am Samstag, den 12.Juli 2014 im „Alten Schafstall“ des Schäferhofs am Dümmer in 49448 Stemshorn statt.

In dem eintägigen Seminar werden alle wichtigen Gesichtspunkte der Anlage von Amphibienlaichgewässern behandelt. Neben den Aspekten der Größe, Tiefe und Wasserführung der Gewässer für die jeweiligen Zielarten werden Fragen zur Standortwahl, zu einzuholenden Genehmigungen und zur Suche nach einer geeigneten Tiefbaufirma beantwortet. Auch das Thema Kosten und Fördermöglichkeiten sowie der Bedarf an langfristiger Betreuung und Pflege werden behandelt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Exkursion zu verschiedenen Gewässern in der Dümmerniederung.

Für das Seminar wird ein Teilnahmebeitrag von 20,- € erhoben. Das Detailprogramm und ein Anmeldeformular werden rechtzeitig auf der Internetseite www.life-amphikult.de veröffentlicht.

Projektinformation vor Ort

Januar 2014

Erste Informationstafeln aufgestellt

 Tafel BückeburgTafel NAB 5-001oRandTafel Liekwegen

Bückeburger Niederung                                        Am Steinhuder Meer                                                    Im Steinbruch Liekwegen          

                                                    

Wichtiger Bestandteil von LIFE AMPHIKULT ist die Information der Bevölkerung über Ziele, Maßnahmen und Erfolge des Projektes. Ein Baustein des Informationskonzepts sind Informationstafeln, die in den Projektgebieten an strategischen Stellen aufgestellt werden sollen. Kriterien zur Standortwahl sind neben einem regelmäßigen Besucheraufkommen eine räumliche Nähe zu durchgeführten Maßnahmen. Im optimalen Fall können vom Tafelstandort aus direkt die neu angelegten Teiche in Augenschein genommen werden. In drei Gebieten wurden nun die ersten Tafeln aufgestellt. Dabei wurde in Abstimmung mit den zuständigen Behörden darauf geachtet, dass kein störender „Schilderwald“ entsteht. Auch wurden die Gegebenheiten in den jeweiligen Projektgebiete, zum Beispiel bereits vorhandene Tafeln aus anderen Projekten berücksichtigt. So wurde die Tafel im Gebiet Bückeburger Niederung in Lay-out an die sogenannten „Info-Blöcke“ der Stadt Bückeburg angepasst und eine identische Aufstelleinrichtung verwendet. Im Steinbruch Liekwegen wurden vorhandene kleinere Tafeln und Wegweiser in die neue Aufstelleinrichtung integriert. Die Tafeln enthalten neben allgemeinen Informationen über das Projekt und das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 auch Angaben über die im jeweiligen Projektgebiet durchgeführten Maßnahmen.

Maßnahmen in der Diepholzer Moorniederung abgeschlossen

Dezember 2013

AMPHIKULT Gewässer: 26 neu angelegt und 5 saniert

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Die Diepholzer Moorniederung ist mit über 12.000 ha das größte Projektgebiet von LIFE AMPHIKULT. In der vielgestaltigen Landschaft aus Hoch- und Niedermooren, Binnendünen und Feuchtgrünland kommen alle Zielarten des Projektes mit Ausnahme der Wechselkröte vor. Dementsprechend lag ein Schwerpunkt der Maßnahmenumsetzung in diesem Gebiet. Zu Beginn des Projektes war die Neuanlage und Sanierung von insgesamt 29 Gewässern geplant. Erste Maßnahmen fanden im Herbst 2011 statt, die letzten Gewässer wurden jetzt fertiggestellt. Mit 31 Gewässern konnten sogar zwei Maßnahmen mehr als ursprünglich geplant umgesetzt werden. Planung und Bauleitung der Gewässer lag in der Hand von Kai Backhaus vom BUND Diepholzer Moorniederung. „LIFE AMPHIKULT hat ganz wesentlich von der Gebietskenntnis und Erfahrung des BUND profitiert „ stellt Projektmanager Dr. Markus Richter fest. „Die Zusammenarbeit war vorbildlich.“ Mit Spannung erwarten nun alle Beteiligte die Amphibienerfassung an den neuen Gewässern, die für das kommende Frühjahr vorgesehen ist.

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NABU erfolgreich und einzigartig:

350 Teiche für Niedersachsen - EU Kommission besucht das Projekt LIFE AMPHIKULT 

Hannover, 17. Oktober

Konkrete Maßnahmen für gefährdete Amphibien umsetzen: dieses Ziel verfolgt das Projekt LIFE-AMPHIKULT des NABU Niedersachsen. 50 Prozent der Projektmittel stammen von der Europäischen Union aus dem Programm LIFE+Nature. Grund genug für die EU-Kommission, den Projektfortschritt aus nächster Nähe zu begutachten. Rosemarie Hingsammer und Brunhilde Rack als Vertreterinnen der EU-Kommission wurden dabei (17. Oktober) von Ruth Brauner vom Büro Astrale GEIE - Particip GmbH begleitet, die im Auftrag der EU-Kommission den Projektträger NABU Niedersachsen betreut.

Am Vormittag stellte Dr. Markus Richter, verantwortlicher Projektmanager beim NABU Niedersachsen, den Vertretern der EU-Kommission, des Bundes- und Landesumweltministeriums, der beteiligten Landkreise sowie den Gebietsbetreuern  und Amphibienexperten den aktuellen Stand des Projektes vor. 

Am Nachmittag werden umgesetzte Maßnahmen im Steinbruch Liekwegen im Landkreis Schaumburg besichtigt. Bereits im Winter 2010/2011 waren hier Entbuschungen durchgeführt und ein Weidezaun errichtet worden, um den Steinbruch als Lebensraum für Amphibien offen zu halten. Im vergangenen Winter wurden nun zahlreiche Kleinstgewässer neu angelegt. Diese meist nur wenige Quadratmeter großen Gewässer dienen besonders der Kreuzkröte als Laichgewässer. Eine im Frühjahr durchgeführte Erfolgskontrolle hat den Erfolg der Maßnahmen eindrucksvoll belegt. Etliche der neuen Gewässer wurden von den Kreuzkröten zur Fortpflanzung angenommen, wobei die Anzahl laichender Kröten deutlich zugenommen hat. Später konnten zahlreiche Jungkröten beobachtet werden. NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann freute sich ganz besonders: „Nicht nur das, mit dem Laubfrosch – dem Froschkönig - konnte nach den Maßnahmen auch ein Rückkehrer im Steinbruch festgestellt werden, nachdem die Art letztmalig in den 1980er Jahren in den Bückebergen nachgewiesen werden konnte.“

Wechselkröten

August 2013

 

Wechselkrötennachwuchs im Landkreis Wolfenbüttel!

 

Die Wechselkröte ist nicht nur die seltenste Amphibienart in Niedersachsen, ihr Bestand nimmt auch seit Jahren immer weiter ab. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass bei den alljährlich vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beauftragten Bestandserfassungen kaum noch eine erfolgreiche Fortpflanzung festgestellt werden konnte. Meist gelang nur an einem Standort der Nachweis von jungen Kröten.